Reben in Bestform: Wird 2026 ein Ausnahmejahr?
Die Voraussetzungen für den Weinjahrgang 2026 könnten kaum besser sein. Sonnige Wochen, trockene Bedingungen und gesunde Reben lassen die Hoffnungen auf einen aussergewöhnlichen Jahrgang wachsen. Auch im Weingut Pircher in Eglisau blickt man mit vorsichtigem Optimismus auf die kommenden Monate.
"Bei uns ists eigentlich immernoch sehr gut. Die neu gepflanzten Jungreben müssen einfach regelmässig bewässert werden. Den älteren Reben gehts wunderbar", sagt Betriebsleiter Gianmarco Ofner.
Besonders erfreulich ist der Gesundheitszustand der Reben. Weil es in diesem Jahr kaum feuchte Phasen gab, breiteten sich Pilzkrankheiten praktisch nicht aus. Dadurch kam das Weingut mit sehr wenigen Behandlungen im biologischen Anbau aus.
"Tatsächlich geht die Tendenz in Richtung grosser Jahrgang. Jahrhundert Jahrgang ist schwer zu sagen, ist ja erst ein viertel davon rum", erklärt Ofner.
Trotz der ausgezeichneten Voraussetzungen will der Winzer keine voreiligen Prognosen abgeben. Zu präsent ist die Erinnerung an den verheerenden Hagel im August 2022, der kurz vor der Lese grosse Teile der Ernte zerstörte.
Bis zur Weinlese bleibt das Wetter der entscheidende Faktor. Hagel oder andere Extremwetter könnten den Jahrgang noch beeinflussen. Bleiben die Bedingungen jedoch stabil, könnte 2026 als einer der stärksten Jahrgänge der vergangenen Jahre in die Geschichte des Weinguts eingehen.
Das Weingut Pircher bewirtschaftet seine Rebberge naturnah und biologisch. Auf synthetische Dünger, Herbizide und Fungizide wird verzichtet. Stattdessen setzt der Familienbetrieb auf Biodiversität, tiefe Erträge und eine schonende Verarbeitung der Trauben. So sollen Weine entstehen, die den Charakter des Eglisauer Stadtbergs und ihres Jahrgangs unverfälscht widerspiegeln.